Kategorie: Fakten

  • Hast du gewusst? Knapp 6 Millionen deutsche Senior*innen leben allein

    Hast du gewusst? Knapp 6 Millionen deutsche Senior*innen leben allein

    [us_image image=“27056″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator size=“small“]

    Die ambulante Altenpflege in Deutschland ist sehr wichtig. Das zeigen Zahlen aus dem Statistischen Bundesamt. 5,9 Millionen Menschen ab 65 Jahren lebten im Jahr 2020 allein in der eigenen Wohnung. Das ist ein Drittel der Menschen in diesem Alter. Wenn eine Person noch älter ist, zum Beispiel 85 Jahre, ist ihr Partner oder ihre Partnerin wahrscheinlich schon gestorben. Dadurch leben im Alter von 85 Jahren sogar viel mehr als die Hälfte (58%) der Deutschen allein.

    Es ist nicht normal in Deutschland, dass Senior*innen zu ihrer Familie oder zu anderen jüngeren Menschen ziehen, wenn ihr*r Partner*in gestorben ist. Das ist zum Beispiel in Ländern wie China anders, wo Mehrgenerationenwohnen mit der Familie geläufiger ist. Nur in 6% der Wohnungen, in denen Senior*innen leben, leben auch jüngere Menschen. Manche alten Menschen gehen in eine Pflegeeinrichtung, ein Altersheim oder eine Gemeinschaftsunterkunft. Aber nicht viele. Im Jahr 2020 lebten nur etwa 4% der über 65-Jährigen und nur 18% der über 85-Jährigen in einer Einrichtung.

    Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/09/PD21_N057_12411.html

  • Deutsch Lernen – unsere Pflegekräfte aus dem Ausland sind ganz vorne dabei!

    Deutsch Lernen – unsere Pflegekräfte aus dem Ausland sind ganz vorne dabei!

    [us_image image=“27988″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator]

    Deutsch lernen: Ich bin, du bist, er/sie/es ist. Pflegekräfte aus dem Ausland haben einiges vor, wenn sie sich auf das Abenteuer Deutschland einlassen.

    Eines ist klar: Sprachkenntnisse gehören zu DEN ausschlaggebenden Faktoren für gesellschaftliche Teilhabe und eine gute betriebliche Integration. Wir von context YELLOWS sind daher regelmäßig mit unseren Pflegekräften in Kontakt, denn: Deutsch in einer Sprachschule im Ausland zu lernen ist nur ein Teil, die Sprachkenntnisse im Alltag zu nutzen, die andere.

    Bereits vor Einreise unserer Pflegekräfte sind wir da: Wir bereiten sie mit unseren interkulturellen Trainings auf das Leben in Deutschland und einen möglichen „Kulturschock“ vor. Darüber hinaus stehen wir auch für Fragen, Sprachübungen und Prüfungsvorbereitungen zur Verfügung.

    Die regelmäßigen ZOOM-Treffen, wie hier mit unserer Gruppe Pflegekräfte aus Indonesien, sind ein wichtiges Hilfsmittel. So bauen wir gemeinsam die Angst vor dem Sprechen und der B2-Prüfung selbst ab. Immer wieder haben wir erlebt, dass Prüflinge sehr gut mit uns sprechen. In Stresssituationen aber, z.B. beim ersten Kennenlernen mit dem Arbeitgeber oder während einer Sprachprüfung, bringen sie dann kaum ein Wort heraus. Daher bauen wir in kleiner, intimer Runde Vertrauen auf – sowohl zu uns als auch in sich selbst und die eigenen Fähigkeiten.

    Während des regelmäßigen Austauschs vertiefen wir außerdem das Wissen über Deutschland: Saisonal und themenbezogen sprechen wir über Karneval, Osterfeiertage, Weihnachtsmärkte, die EM 2024. Auch eine Karaoke-Performance mit deutschen und indonesischen Liedern war schon dabei! Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es gilt nur eine Regel: Mit viel Freude Deutsch üben. Damit die Motivation erhalten bleibt. So können sie bestmöglich vorbereitet die weite Reise nach Europa antreten.

    Doch auch mit guter Vorbereitung mangelt es nicht an Herausforderungen. Oft bekommen wir von Pflegekräften aus dem Ausland die Rückmeldung, dass es sprachlich schwierig sei: Wegen des lokalen Dialekts oder wegen der (noch unbekannten) vielen Synonyme für ein Wort. Nehmen wir als Beispiel das Wort „putzen“ – und dann gibt es noch wischen, saubermachen, abwischen, säubern, spülen, schrubben, abklopfen, usw. Und auch Fachbegriffe wie „Dekubitusprophylaxe“ muss man erstmal aussprechen können. Dialekte und Akzente kommen dann obenauf.

    Es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Für Muttersprachler*innen ist es leicht, die Nuancen als selbstverständlich zu betrachten. Bei ausländischen Pflegekräften lösen sie aufgrund des teils (noch) kleineren oder fehlenden Vokabulars große Fragezeichen aus.

    Das Hörverständnis im Arbeitsalltag ist also eine große Hürde, die es zu überwinden gilt. Integrationsbeauftrage oder Praxisanleiter*innen erinnern wir immer wieder daran zu Beginn langsam und deutlich mit den internationalen Pflegekräften zu sprechen. Das Anpassen der Sprechgeschwindigkeit, die nötige Geduld, um Dinge (auch mehrmals) zu erklären, die Orientierung an bereits gelerntem Vokabular, die Möglichkeit für Fragen – all das entlastet den Einstieg in das Arbeitsleben in Deutschland. Diese Dinge müssen als Muttersprachler*in immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden.

    Hier noch ein paar weitere Tipps zum Sprachenlernen:

    Perfekt für das Deutsch-Lernen sind Streaming-Formate auf Netflix, ARD, ZDF und Co. In einem relaxten Umfeld trainiert man damit sowohl Hörverständnis, Länderkunde, Leseverständnis und – beim Mitfiebern – vielleicht ein bisschen Sprechen. Spezialisierte Plattformen, wie z.B. Ein Tag Deutsch, bieten sogar auf Pflege ausgerichtete Tools und Spiele an. So können Pflegekräfte aus dem Ausland einen direkten Einblick in ihren zukünftigen Arbeitsalltag werfen. Quasi nebenbei üben sie auch ein bisschen Deutsch.

    Das Wichtigste ist und bleibt jedoch die sprachliche Integration im Berufs- und Alltagsleben in Deutschland. Weitere Deutschkurse, das Sprechen und Lernen in der Pflegepraxis, Sprachtandems u.v.m. sind daher unerlässlich. Auch Buddy-Systeme, in denen Pflegekräfte aus dem Ausland eine erfahrene Kolleg*in zur Seite gestellt wird, können das Ankommen erleichtern. So kann man nämlich nicht nur die sprachliche, sondern auch die soziale Integration der Arbeitsmigrant*innen fördern – und für das menschliche Miteinander am Arbeitsplatz sorgen, die eine gute Pflege braucht.

    Wir von context YELLOWS kooperieren mit Sprachschulen, um Pflegekräfte aus dem Ausland beim Erwerb der deutschen Sprache zu unterstützen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Eine enge Betreuung erleichtert die Eingewöhnung für Pflegekräfte aus dem Ausland. Je besser sie sich unterstützt fühlen, desto besser können sie sich auf den Spracherwerb und das Erlernen der neuen pflegerischen Routinen konzentrieren. So können sie (und auch Sie als Arbeitgeber) frisch und munter an die Arbeit starten. Los geht’s!

  • Feste feiern, wie sie liegen – 6 Nationalfeiertage und andere Feste

    Feste feiern, wie sie liegen – 6 Nationalfeiertage und andere Feste

    [us_image image=“28033″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“]

    Feste feiern: Wer Pflegekräfte aus dem Ausland einstellt, sollte im Lauf eines Kalenderjahres auch die verschiedenen Feiertage beachten. Ein unterschätztes Tool, das multikulturelle Teams einander näher bringen kann. In unserem Artikel stellen wir 6 Feiertage vor. Darüber hinaus geben ein paar Tipps und Tricks, wie die Zusammenarbeit über das Fest hinaus gelingt.

    Jedes Land hat seine eigenen geschichtlichen Ereignisse, an die es mithilfe von Feiertagen erinnert. Ein Klassiker unter den Festen ist der Nationalfeiertag. In Deutschland feiern wir am 03.10.2024 den Tag der Deutschen Einheit und erinnern an die Wiedervereinigung. Was wird in den Herkunftsländern unserer Pflegekräfte aus dem Ausland an ihren Nationalfeiertagen gefeiert?

    Im Iran gedenkt man mit dem Nationalfeiertag am 11.02. den Sieg der Islamischen Revolution im Jahr 1979. Damit einher ging das Ende der Monarchie und die Gründung der Islamischen Republik Iran. Die bewegte Geschichte des Landes lässt sich u.a. hier nachlesen.

    In Tunesien wurde der Tag der Unabhängigkeit von Frankreich zum Nationalfeiertag erklärt. Nach 75 Jahren als französisches Protektorat erreichte die Nation am 20.03.1956 ihre Unabhängigkeit. Mehr Details zur Autonomie-Bewegung hat z.B. die Bundeszentrale für Politische Bildung bereitgestellt.

    Einen ähnlichen Hintergrund weist der Nationalfeiertag von Indonesien auf. Diese feiern am 17.08. ihre Unabhängigkeit. Nach Jahren der Besatzung durch u.a. das japanische und niederländische Königreich steht das Land seit 1945 auf eigenen Beinen. Vier Jahre militärischer Auseinandersetzung gingen dem zuvor. Einen interessanten Beitrag zum indonesischen Weg in die Autonomie gibt es hier.

    Vietnam hat ebenfalls seine Unabhängigkeit von der französischen Kolonialmacht am 02.09.1945 zum Feiertag erklärt. Die Auseinandersetzung war langwierig und schwierig. Gefeiert wird dieses Ereignis mit viel Freude und Stolz – mit Feuerwerken, Essen und Paraden.

    China feiert am 01.10. die Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949. Nach Jahren des Bürgerkriegs gelang es der damaligen Führung, das Land in Frieden zu einen. Der Feiertag läutet heutzutage die sogenannte „Golden Week“ ein, eine nationale arbeitsfreie Woche. Im Inland wird diese tatkräftig zum Reisen genutzt.

    Nationalfeiertage zeigen uns die Verstrickungen unserer globalisierten Welt auf. Vieles davon bringen Pflegekräfte aus dem Ausland mit, wenn sie sich auf den Weg nach Deutschland begeben, z.B. über Fremdsprachenkenntnisse. Fragen Sie gerne vorab, welche Bedeutung Feiertage für die neuen Kolleg*innen haben.

    Für die Schichtplanung können Nationalfeiertage, ähnlich wie andere Festlichkeiten (z.B. Tết, Zuckerfest, Mondneujahr, Nouruz, Nyepi), Rücksichtnahme für die Pflegekräfte aus dem Ausland bedeuten. Fragen Sie hier vorab Wünsche ab. Besonders gilt das zu Arbeitsbeginn der Pflegekraft aus dem Ausland oder wenn die Urlaubsplanung ansteht.

    Darüber hinaus bietet sich hier auch eine gute Chance für wechselseitiges Lernen und Integration. Geben Sie also gerne Informationen zu deutschen Feiertagen und wie die Pfleger*innen aus dem Ausland daran teilnehmen können. Das gilt insbesondere für lokales Brauchtum, wie z.B. das Rutenfest in Ravensburg. Das fünftägige Fest findet im Sommer, in der Regel zum Ende des Schuljahres statt. Kennzeichnend für die Feierlichkeiten ist die Begleitung durch Trommlergruppen und die Einkleidung in historische Gewänder. Begleitet wird das Fest durch einen Festumzug, zahlreiche künstlerische Darbietungen, Rummel und private Feierlichkeiten. Obwohl die Namensherkunft nicht ganz geklärt ist, läutet das Rutenfest für Ravensburger einen Höhepunkt im sozialen Kalender ein.

    Überlegen Sie auch, wie und ob Feiertage vielleicht im Team integriert werden können. So wird der Arbeitsalltag für das Bestandspersonal reicher und die Pflegekräfte aus dem Ausland erleben ein Stück Willkommenskultur. Die Palette reicht von nationalen und religiösen bis hin zu weltlichen Feiertagen, die in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedliche Bedeutungen haben, wie z.B. der Weltfrauentag oder Weltkindertag.

    Ein Hinweis oder eine Aufmerksamkeit zu Festtagen kann eine vereinende Geste sein. Das gibt nicht nur Orientierung, sondern auch Halt während der ersten Ankunftszeit im Rahmen der Anerkennungsphase. So kann das Feiern von Festen das Umsiedeln und Ankommen in ein neues Land und seine Kultur erleichtern.

    Wir von context YELLOWS lernen mit unseren Pflegekräften aus dem Ausland auch immer wieder etwas Neues. Dazu gehören nicht nur Fakten über ihre Heimatländer, wie eben Nationalfeiertage, sondern auch die dazugehörigen Erfahrungen. Feste feiern, wie sie kommen und manchmal braucht man eben etwas Einführung.

    Nun zu Ihnen: Welche Feste gestalten Ihren Arbeitsalltag mit nationalen und internationalen Kolleg*innen?

  • Hast du gewusst? Deutsche Pflegekräfte sind oft Frauen und arbeiten Teilzeit

    Hast du gewusst? Deutsche Pflegekräfte sind oft Frauen und arbeiten Teilzeit

    [us_image image=“27053″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator size=“small“]

    Wie sieht die „typische Altenpflegekraft“ in Deutschland aus? Das hat das Statistische Bundesamt in einer Umfrage über Pflegekräfte herausgefunden. Sie ist eine Frau und arbeitet in Teilzeit. Im Jahr 2019 arbeiteten 954.000 Pflege- und Betreuungskräfte in deutschen Pflegeheimen oder ambulanten Pflegediensten. Davon hatten 65% einen Teilzeit Job. 85% der Menschen in Care Berufen sind Frauen. Zu den Care Berufen gehört die Pflege, aber auch Erziehung und Betreuung. Eine Überraschung ist dieser Fakt: Wenn Männer in der Pflege arbeiten, arbeiten sie auch oft in Teilzeit. Das ist in anderen Berufen nicht so. Da arbeiten Männer meistens Vollzeit. In der Altenpflege ist die Teilzeitquote mit 44% überdurchschnittlich hoch.

  • Deutschland für Pflegekräfte aus dem Ausland: Ein bürokratischer Hürdenlauf

    Deutschland für Pflegekräfte aus dem Ausland: Ein bürokratischer Hürdenlauf

    [us_image image=“27991″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“]

    Für Pflegekräfte aus dem Ausland sind Behörden-Prozesse auf dem Weg nach und bei Ankunft in Deutschland eine gewaltige Aufgabe: Es gilt, in einer fremden Sprache rechtlich zu agieren. Klingt groß – und ist es auch.

    Zahlreiche Ressorts und Ämter müssen auf dem Weg eingeschaltet werden: Gesundheitsbehörden, Arbeitsagenturen, Ausländerbehörden im Inland, Deutsche Botschaften und Außenvertretungen, usw. Hinzu kommen die föderalen Strukturen der Bundesrepublik, die insbesondere in der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen greifen.

    Viele Websites, wie z.B. Make It in Germany, haben sich entwickelt, um die Navigation zu erleichtern. Komplex bleibt es trotzdem. Arbeitgeber sollten sich das richtige Ausfüllen und Abgeben der Formulare und Unterlagen zu Herzen nehmen und ihre Pflegekräfte aus dem Ausland im Prozess unterstützen. Wie erwähnt, hat ein Behördenantrag auch rechtliche Konsequenzen. Das gilt nicht nur für die Pflegekräfte selbst, sondern auch für ihre Arbeitgeber. Das sollte man im Hinterkopf behalten.

    Als Personalvermittlungsagentur unterstützen wir von context YELLOWS unsere Pflegekräfte aus dem Ausland und Partner beim Navigieren der Bürokratie. Im Blick zu behalten sind dabei nicht nur die Aufenthaltserlaubnis, die Zulassung zum Arbeitsmarkt oder der Botschaftstermin. Nach Ankunft am neuen Wohnort geht es um Dinge wie die Anmeldung des neuen Wohnsitzes in Deutschland, die Eröffnung eines Bankkontos, das Ausfüllen von Versicherungsunterlagen und anderen offiziellen Dokumenten usw.

    Letzteres übernehmen inbesondere Integrationsbeauftragte als Aufgabe. Integrationsbeauftragte in Unternehmen spielen für bürokratische Prozesse eine wichtige Rolle, da sie – im Gegensatz zu uns Personalagenturen – direkt im Betrieb angesiedelt sind. Die Einblicke in interne Prozesse sind größer, die Wege kürzer, je nach Unternehmen auch das Gewicht in Behörden stärker. Die Investition in eine solche Personalie lohnt sich immer. Denn nur, wenn sich die Pflegekräfte gut begleitet und aufgehoben fühlen sowie eine Ansprechperson für ihre Anliegen haben, wird eine langfristige Perspektive attraktiv.

    Aus unserer Praxis wird klar, dass Unternehmen MIT kompetenten, interkulturell geschulten Integrationsbeauftragten eine weitaus höhere Zufriedenheit unter Pflegekräften aus dem Ausland verzeichnen als Unternehmen OHNE. Schaffen Sie also diese Stelle, auch wenn sie zunächst einmal kostet. Die damit verbundene Unterstützung, z.B. für Behördengänge, ist ein unterschätzter, wesentlicher Faktor, dass Pflegekräfte aus dem Ausland in Deutschland sich angekommen fühlen können.

    Aller Begleitung zum Trotz gibt es etwas, das leider keine Integrationsbegleitung und Unterstützung leisten kann, sondern nur die Politik: Behördenwege selbst zu verkürzen oder zu beschleunigen. Dazu gehören sowohl Bearbeitungszeiten, Behördengänge, Dokumentenvorgaben, sowie Dokumentationspflichten und -Regeln. Für Pfleger*innen bedeutet beispielsweise die Doppelt- und Dreifachdokumentation eine massive Zeit- und Arbeitsbelastung. Zu kurz kommt dabei oft das Miteinander in der Pflege.

    Maßnahmen wie geplante Steuererleichterungen sind lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein, um die Pflege als Beruf interessanter zu machen. Darüber hinaus können sie unnötigen Unmut schüren. Um die Pflege in Deutschland attraktiver zu machen, sind vielmehr Änderungen in Gesetzen, Richtlinien und politischen Prioritäten nötig. Schnellere Anerkennungsverfahren, schlankere Dokumentationswege und einfachere Behördengänge würden den bürokratischen Aufwand von Pflegenden massiv senken. So wären mehr Kapazitäten frei für die eigentliche Pflege.

    Der Vorstoß zum Entbürokratisierungsgesetzt ist ein erster Schritt, um Dokumentationspflichten für Pfleger*innen abzubauen. Darüber hinaus haben Bundesländer wie Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein interessante Neuerungen auf den Weg gebracht, um der Bürokratie beizukommen. Beschleunigte Antragsverfahren mit vereinfachten Aktenlagen verkürzen den Weg zur Anerkennung erheblich. Auch die Idee, das Berufsverbot mit Erlaubnisvorbehalt umzudrehen, findet Anklang, um Menschen aus EU-Drittländern in Arbeit zu bringen. Ein gewaltiges Potenzial liegt außerdem im Bereich Digitalisierung – wäre der Investitionsstau nicht so massiv. Welche Maßnahmen für die Pflege geeignet sein werden, wird sich erst im Lauf der Zeit zeigen. Das sensible Bürokratiegeflecht stellenweise aufzutrennen und in Richtung Agilität zu reformieren, daran jedoch führt kein Weg vorbei.

    context YELLOWS ist Ihr verlässlicher Partner, wenn es um das Steuern dieser Prozesse geht. Unsere YELLOWS Academy unterstützt durch Blended Learning und E-LEarning bei der Qualifizierung von Pflegekräften aus dem Ausland für ihren Einsatz in Deutschland. Mithilfe von Organisationsentwicklung beraten wir Gesundheitsunternehmen, wie sie digital und fit für die Zukunft werden können. Sprechen Sie uns an!

  • OECD-Studie zu Integration vergibt gute Noten für Deutschland

    OECD-Studie zu Integration vergibt gute Noten für Deutschland

    [us_separator][us_image image=“27995″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator]

    Anfang Juli 2024 veröffentlichte die OECD einen Bericht zur Integration von Migrant*innen auf dem Arbeitsmarkt. Deutschland schnitt hierbei gut ab: Im Jahr 2022 arbeiteten 70% der Zugewanderten. Trotz einiger Diskussionen über vorhandene Defizite im Bereich: Die Erwerbstätigkeitsquote lag über dem Durschnitt vieler EU-Länder!

    Dennoch bleibt viel Potenzial für die Integration von zugewanderten Menschen. Denn „(n)ahezu die Hälfte der eingewanderten Bevölkerung in Deutschland sind Frauen, eine (…) Gruppe, deren Potenzial oft nicht voll ausgeschöpft wird.“ (OECD-Report, S. 16). Erklärt wird das mit dem Zusammenfall von Geschlecht und (niedrigem) Bildungsabschluss. Generell gilt dabei der Hinweis, dass für Zugewanderte mit niedrigem Bildungsabschluss die Herausforderung groß ist. So macht ein Großteil der Zugewanderten, die (noch) nicht in den Arbeitsmarkt integriert sind, Geflüchtete mit niedrigem Bildungsabschluss aus.

    Im Report besonders betont wurden die Maßnahmen sprachlichen Integration. Das trifft auch auf Bemühungen für bestimmte Berufsgruppen zu, wie z.B. Pflegekräfte aus dem Ausland. „Deutsch für Pflege“ vom Goethe-Institut kann an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden. Und wir sehen auch immer mehr neue auf Pflegekräfte zugeschnittene Deutschkurse. Wir können auch nur sagen: Weiter so!

    Doch Sprache ist nur ein Teil. Wie sieht es mit den Hürden in der Verwaltung aus? Wie wir auch immer wieder aus eigener Erfahrung sehen: Das Bildungs- und Verwaltungssystem sind (noch) nicht auf eine Migrationsgesellschaft zugeschnitten. Da sind die aufwendigen Behördenprozesse bei der Anwerbung von Pflegekräften aus dem Ausland in Anerkennung nur ein Teil.

    Auch das Selbstverständnis vieler Einzelner als Mitglied einer Migrationsgesellschaft bestätigt die OECD-Studie als noch nicht so weit – denn soziale Integration ist etwas, das von Beziehungsarbeit lebt. Und die lässt sich weder leicht messen noch während eines regulären 9-5 Jobs ein- und ausschalten.

    Der Bericht gibt ein gemischtes Bild ab – äußerst positiv in der Grundtendenz, mit der einen oder anderen Schwierigkeit in der praktischen Umsetzung. Trotzdem dürfen wir uns hierzulande über die positiven Entwicklungen freuen.

    Deutschland ist unter den OECD-Ländern das Land mit der höchsten Aufnahmequote von Zugewanderten. Insofern sind die Ergebnisse aus der Studie besonders günstig. Unterstrichen wird das, indem es bislang lediglich diesen einen gesonderten OECD-Länderbericht gibt – andere nach dem Modell Deutschland sollen folgen.

    Wir von context YELLOWS unterstützen diese Prozesse mit all unseren Kräften: Sprachförderung, soziale Integration, Förderung kultureller Kompetenzen, Willkommenskultur etablieren. Was die Studie feststellt, können wir bestätigen. Es geht um das Mind-Set, Menschen und Pflegekräfte aus dem Ausland hierzulande willkommen heißen zu WOLLEN. Nicht als Lückenfüller für vakante Schichtpläne, sondern als vollwertiger Teil unserer Gesellschaft.

  • Wie halten Pflegekräfte aus dem Ausland Kontakt mit der Heimat? WhatsApp, WeChat & Co.

    Wie halten Pflegekräfte aus dem Ausland Kontakt mit der Heimat? WhatsApp, WeChat & Co.

    [us_image image=“27966″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“]

    Ob Urlaub, Dienstreise oder Familienbesuch: Fahren wir woanders hin und erleben etwas Neues, teilen wir die Erfahrungen und Bilder gerne mit unseren Liebsten. Das gilt auch für Pflegekräfte aus dem Ausland, wenn sie sich auf den Weg nach Deutschland machen. Videotelefonieren, Fotos hin und her schicken, auf dem neuesten Stand bleiben: WhatsApp & Co machen es möglich.

    Digitale Kommunikation hat neben unserem alltäglichen Miteinander auch das Modell Heimweh revolutioniert und schafft zum Glück etwas Linderung. Konnten Arbeitsmigrant*innen vor der Ankunft von Skype, WhatsApp und Co. nur mühsam und mit teuren Bezahlkarten o.ä., in die Heimat telefonieren, genügt heute in vielen Fällen ein digitaler Knopfdruck. In Sekundenschnelle lässt sich eine Verbindung über viele Tausende Kilometer herstellen.

    Regelmäßige Telefonate und Videogespräche werden so möglich, wie auch der Eindruck von „Dabei-Sein“. Vielen Eltern fällt vielleicht auch deswegen das Loslassen ihrer Kinder etwas leichter. Jungen Pflegekräften aus dem Ausland wiederum ermöglicht der digitale Kontakt, das Heimweh bis zum nächsten Urlaubsbesuch einzudämmen.

    Welche Messenger dabei in welchem Land besonders anschlussfähig sind, variiert. In Indonesien und Tunesien hat sich WhatsApp als Medium bewährt. In Vietnam steht der Anbieter Zalo an der Spitze der beliebtesten Messaging-Dienste. WhatsApp liegt hier nur auf Platz 4.

    In China ist der hauseigene Messenger-Anbieter WeChat (Chinesisch: Weixin, übersetzt „kleine Nachricht“) nicht mehr aus dem Alltag der Menschen wegzudenken. Von Anrufen, Taxi- oder Essen-Bestellungen, Kleidung Shoppen bis Bezahlfunktionen in jedem Geschäft und Restaurant – der Mega-Messenger macht es möglich. Möchten Sie mit chinesischen Pflegekräften digital in Kontakt sein, empfiehlt sich auf jeden Fall ein WeChat-Account.

    Je nach Zielgruppe finden sich auf den mobilen Endgeräten der Pfleger*innen zahlreiche verschiedene Messenger. Neben den in Deutschland gängigen (z.B. WhatsApp, Telegram, Instagram) also auch Apps wie Zalo oder WeChat. Je nachdem, mit wem und mit welchem Ziel die Pfleger*innen sprechen, werden also unterschiedliche Plattformen genutzt.

    Wir bei context YELLOWS sind breit aufgestellt und der kurze Draht zu unseren Pflegekräften ist uns überaus wichtig. Digitale Kommunikation erlaubt auch uns, am Ball zu bleiben. Gegen Heimweh haben wir noch kein Mittel gefunden, doch versuchen wir, die Pflegekräfte aus dem Ausland bei ihrer beruflichen und sozialen Integration in Deutschland bestmöglich zu unterstützen.

    Ein letzter Tipp aus der Praxis: Internationale SIM-Karten funktionieren in Deutschland nicht immer. Um den Kontakt mit den Liebsten zu halten, ist es daher umso wichtiger, vom ersten Moment an Internet in der neuen Wohnung zur Verfügung zu stellen. Nur so können Pflegekräfte aus dem Ausland gut in Deutschland starten.

    Denn: Stellen Sie sich eine Reise in ein Land vor, auf das Sie sich bereits seit Jahren vorbereiten. Bestimmt würden Sie nach Ankunft auch gerne einmal Ihren Liebsten Bescheid sagen, dass alles Okay ist, oder?

    Ein gelungener Start in die neue Arbeit hängt oft an den „kleinen“ Dingen. Manchmal eben auch an unsichtbaren Daten. Nun denn: Wir wünschen fröhliches Texten!

  • Hast du gewusst? Die Zahl der Pflegekräfte in Deutschland steigt

    Hast du gewusst? Die Zahl der Pflegekräfte in Deutschland steigt

    [us_image image=“27048″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator size=“small“]

    Bis zum Jahr 2055 wird es in Deutschland immer mehr alte Menschen geben. Darum werden immer mehr Pflegekräfte gebraucht. Die gute Nachricht lautet: Es arbeiten auch immer mehr Menschen in einem Pflegeberuf! Das Statistische Bundesamt sagt: Ende 2020 gab es 18% mehr Mitarbeitende in der Pflege als zehn Jahre vorher. Die meisten (89%) haben eine pflegerische Ausbildung gemacht.

    Du fragst dich, warum das so ist? Es gibt mehrere Gründe. Zum einen ist das Gehalt gestiegen. Wer Vollzeit im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung arbeitet, bekam im Jahr 2021 34% mehr Geld als im Jahr 2011. Fachkräfte in Altenheimen bekamen 31% mehr Geld. Das bedeutet: das Gehalt im Pflegebereich ist in den letzten zehn Jahren stärker angestiegen als in der Gesamtwirtschaft. Dort gab es nur knapp 22% mehr Geld. Ein weiterer Grund für die vielen neuen Pflegekräfte in Deutschland: immer mehr Pflegekräfte aus dem Ausland fangen an, hier zu arbeiten. Im Jahr 2020 wurden 16.300 ausländische Berufsabschlüsse in der Pflege in Deutschland vollständig oder eingeschränkt anerkannt. Die ausländischen Pflegekräfte konnten dann Jobs als examinierte Pflegefachkraft oder Pflegefachkraft in Anerkennung annehmen und Anpassungskurse beginnen. Wir von context YELLOWS unterstützen diesen Prozess und sind froh über die vielen erfolgreichen Geschichten, die wir im Lauf der Jahre begleiten durften.

    Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_N026_2313.html

  • Hast du gewusst? Bis zum Jahr 2055 wird es in Deutschland mehr Pflegebedürftige geben

    Hast du gewusst? Bis zum Jahr 2055 wird es in Deutschland mehr Pflegebedürftige geben

    Hast du gewusst? Bis zum Jahr 2055 wird es in Deutschland mehr Pflegebedürftige geben

    [us_image image=“27045″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator size=“small“]

    Immer mehr Menschen in Deutschland werden bis zum Jahr 2055 alt sein. Das liegt daran, dass in den 1950er und 1960er Jahren viele Babys geboren wurden (auch „Babyboomer“ genannt). Heute kommen sie ins Rentenalter. Und weil alte Menschen öfter krank sind, wird auch die Zahl der Menschen steigen, die Pflege brauchen. Das Statistische Bundesamt sagt: Es werden 37% mehr Pflegebedürftige werden, knapp 7 Millionen Menschen. Nach 2055 wird sich nicht mehr viel verändern. Die Zahl der Menschen, die Pflege brauchen, bleibt dann gleich. Denn in den 1970er und 1980er Jahren gab es weniger Geburten.

    Es ist nicht so einfach, die Zahl der Menschen zu berechnen, die Pflege brauchen werden. Das Statistische Bundesamt schaut sich an, wie viel Prozent der Menschen in Deutschland heute Pflege brauchen. Das nennt man „Pflegequote“. Wenn die Pflegequote gleich bleibt und man die Zahl der alten Menschen im Jahr 2055 kennt, kann man die Zahl der Pflegebedürftigen berechnen. Die Pflegequote könnte aber auch höher werden. Vielleicht werden mehr alte Menschen krank. Oder das Wort „pflegebedürftig“ wird neu definiert. Dann würde es im Jahr 2055 noch mehr pflegebedürftige Menschen geben.

    Es gibt Unterschiede zwischen den Bundesländern in Deutschland. Bis Ende 2055 wird es im Bundesland Sachsen-Anhalt nur 7% mehr Menschen geben, die Pflege brauchen. In Thüringen werden es 9% sein, was auch eher wenig ist. In Bayern und Baden-Württemberg leben dagegen viele alte Menschen. Sie werden 56% bzw. 51% mehr Pflegebedürftige haben.

    Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/03/PD23_124_12.html

  • Hast du gewusst? Pflegebedürftige Menschen in Deutschland werden oft zu Hause versorgt

    Hast du gewusst? Pflegebedürftige Menschen in Deutschland werden oft zu Hause versorgt

    [us_image image=“27042″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator size=“small“]

    Viele Menschen aus anderen Ländern denken, dass in Deutschland sehr viele Alte ins Pflegeheim „abgeschoben“ werden. Weil die Familie keine Lust hat, sich um sie zu kümmern. Aber das stimmt nicht. Alte Menschen in Deutschland möchten so lange wie möglich zu Hause bleiben. Sie gehen erst in eine Pflegeeinrichtung, wenn sie sehr krank sind und sehr viel Unterstützung brauchen. Oder wenn die Angehörigen sie schon viele Jahre zu Hause gepflegt haben und keine Kraft mehr dazu haben.

    Rund vier von fünf Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause versorgt. Meist pflegen sie die Angehörigen. Häufig unterstützt dabei ein ambulanter Pflegedienst. Nur ein Fünftel der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland lebt in einer Pflegeeinrichtung. In Deutschland gibt es eine hohe Lebenserwartung. Das heißt, viele Menschen werden sehr alt und haben viele Alterskrankheiten. Das Statistische Bundesamt sagt, Männer werden im Durchschnitt 78 Jahre alt und Frauen 83 Jahre alt. Dadurch wirkt es so, als ob in Deutschland mehr Menschen als in anderen Ländern in eine Pflegeeinrichtung geschickt werden. Tatsächlich gibt es einfach mehr sehr alte Menschen.

    https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Pflege/_inhalt.html

    https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/