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  • Advent, Advent: Pflege in 4 Romanen

    Advent, Advent: Pflege in 4 Romanen

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    Das Thema Pflege betrifft viele Menschen weltweit. Dennoch ist sie im Alltag, sofern wir gesund sind, weitestgehend wenig sichtbar. Das betrifft auch die Dinge, die wir lesen.

    Wir von context YELLOWS haben daher 4 Buchtipps gesammelt, die das Thema Pflege in verschiedenen Aspekten beleuchten. Mal geht es um ausländische Pflegekräfte, mal um Mehrgenerationenwohnen. Mal biografisch, mal fiktiv, stets literarisch. Egal, ob Sie nach einem Geschenk für Menschen mit Pflegebezug suchen oder selbst schmökern möchten. In unserer Auswahl ist für jede Person etwas dabei.

    Martina Bergmann – Mein Leben mit Martha

    Intergenerationale Freundschaft und Mehrgenerationenwohnen ist das Thema von Martina Bergmann. In ihrem Buch schildert sie ihre Erfahrungen im Zusammenleben mit und der Pflege von einer älteren Dame. Martha ist Mitte 80 und verwitwet, in einer „poetischen Verfassung“ und dement. Die Betreuung von Martha umfasst Themen wie Vormundschaft, sozialpsychiatrischer Dienst und verlorene Gegenstände. All das umschiffen die beiden Frauen mit Humor, Geduld und viel klugem Witz.

    Während das Konzept des Mehrgenerationenwohnens z.B. in asiatischen Ländern weitaus verbreiteter ist als in Deutschland, handelt es sich hier um einen ungewöhnlichen Bericht einer Freundschaft zwischen zwei Personen, die ausschließlich durch gegenseitiges Wohlwollen miteinander verbunden sind. Lesenswert!

    Arno Geiger – Der alte König in seinem Exil

    Auch unser zweiter Buchtipp widmet sich dem Thema Demenz. Diesmal aus Sicht eines Angehörigen. Der Schriftsteller Arno Geiger beschreibt in seinem autobiografischen Werk die Krankheit seines Vaters mit einfühlsamen Worten. Auch die Spannung zwischen häuslicher Pflege durch eine ausländische Pflegefachkraft und pflegender Angehöriger wird in diesem Buch gut dargestellt.

    Was beiden Büchern gemeinsam ist, ist der liebevolle Blick auf das Leben von und mit älteren Menschen mit Pflegebedarf. Lebensnah und ohne Fremdwörter skizziert Geiger die mit Alzheimer und Demenz verbundenen Veränderungen für die betroffene Person und das Umfeld, und wie man einen Umgang damit finden kann. Insbesondere für Menschen, die noch wenig Kontakt mit dieser Diagnose hatten, stellt das Buch einen guten Einstieg in die Situation dar.

    Yael Inokai – Ein simpler Eingriff

    Wir werfen den Blick in eine andere Welt: Eine Welt, in der negative Gefühle mithilfe einer Operation ausgeschaltet werden können – insbesondere für Frauen. Yael Inokai entwirft in ihrem Roman das Portrait einer Gesellschaft, in der Pflege ausschließlich auf Profit und Gewinnmaximierung orientiert ist. Ihre Protagonistin Meret ist Krankenschwester und betreut die ihr anvertrauten OP-Patient*innen. Ihre „heile“ Welt gerät ins Wanken, als sie sich in eine andere Krankenschwester verliebt.

    Einfühlsam sucht die Autorin in ihrem Werk nach dem Menschlichen in unseren Systemen. So manche*r Leser*in werden die Parallelen und Unterschiede zwischen Fiktion und Realität wohl gruseln. Ein stilles Buch, das weit nach der Lektüre noch berühren und zum Nachdenken anregen wird.

    Mia Raben – Unter Dojczen

    Wie ist es eigentlich so als Pfleger*in, nach Deutschland zu kommen? Unter diesem Eindruck schreibt Mia Raben die Geschichte der polnischen Pflegekraft Jola, die bei einer gut betuchten Hanseatin als häusliche Pflegekraft die Arbeit aufnimmt. Denn selten bekommt man die Perspektive der Pfleger*innen selbst zu hören. Mia Raben ist das literarisch gelungen, mit Augenzwinkern und einer Prise Ironie: Wie sind „die Deutschen“ und ihre „Seniorki“ denn so als Arbeitgebende? Wohl nicht immer ganz einfach. 😉

    Für die Recherche reiste die Autorin extra nach Polen. Durch ihre sorgfältige Hintergrundrecherche zeigt die Situation vieler Pflegender aus dem Ausland, die zwischen den Kulturen zu sitzen, auf. Ein schöner Roman, um über die interkulturellen Feinheiten zu stolpern, zu lachen und zu sinnieren.

    Hier ist sie also: unsere Auswahl an Büchern für begeisterte Leser*innen. Auch wenn das Thema Pflege nur bedingt in der Literatur vorkommt, gibt es doch vielfältige Ansätze und Einblicke in dieses Berufsfeld. Welche kennen Sie noch? Über Empfehlungen freuen wir uns sehr. In der Zwischenzeit: Viel Spaß bei der Lektüre!

  • 2 Bücher, um erfolgreich mit Pflegekräften aus dem Ausland zu arbeiten

    2 Bücher, um erfolgreich mit Pflegekräften aus dem Ausland zu arbeiten

    [us_image image=“28177″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator]

    Wir von context YELLOWS stellen Ihnen heute 2 Bücher vor, um die Arbeit mit Pflegekräften aus dem Ausland erfolgreicher zu gestalten. Die beiden Ratgeber setzen an unterschiedlichen Punkten an: Interkultureller Kompetenz für Verwaltungsmitarbeitende sowie Soziale Integration in Gesundheitsunternehmen. Zusammen ergeben die beiden Werke ein Bild, welche Maßnahmen in Deutschland u.a. förderlich sind, um Pflegekräfte aus dem Ausland willkommen zu heißen.

    Beate Antonie Tröster – Von fremd zu bekannt: Aufbau interkultureller Kompetenz in der Verwaltung

    Wer kennt das nicht, in einer Behörde stehen und mit einer mitarbeitenden Person sprechen. Alltagssprache vs. Verwaltungssprache – auch für Muttersprachler*innen kann es an dieser Stelle zu Missverständnissen und Übersetzungsproblemen kommen. Kommen nun Kund*innen aus Drittländern nach Deutschland, kann Kultur diese Missverständnisse und Übersetzungshindernisse verschärfen. An diesem Punkt setzt die Autorin an.

    Anhand von konkreten Beispiele zeigt sie auf, welche Kompetenzen Verwaltungsmitarbeitende im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen mitbringen sollten. Dabei bezieht sie der Begriff Kultur nicht nur auf Herkunft, sondern auch schon auf die Kulturunterschiede zwischen Alltag und Bürokratie. Umso wichtiger ist es daher, sich bei Menschen aus dem Ausland in Offenheit zu üben. Angesprochen werden hierbei der Umgang mit ausländischen Fachkräfte innerhalb von Behörden sowie ausländische Fachkräfte als Kund*innen von Behörden.

    Besonders hervorzuheben sind die vielen Übungen, die sich mit dem Thema Selbst-Reflexion beschäftigen und den eigenen Wertekatalog aufzeigen, auf dessen Grundlage wir Andere beurteilen. Aber auch die zahlreichen Fälle aus der Praxis zeigen auf, wie viel Potential im Willkommenheißen von Vielfalt stecken. Dass damit der Status Quo innerhalb von Behörden und Verwaltungen aufgemischt wird, liegt nahe. Dieses Buch ist ein Schritt in genau diese Richtung.

    Christine Güse – Integration ausländischer Pflegekräfte

    Eine Vogelperspektive nehmen wir mit dem nächsten Buchtipp ein. Prof. Dr. Christine Güse unterrichtet an der Evangelischen Hochschule Nürnberg im Bereich Gesundheits- und Pflegemanagement. In ihrem neuen Praxisratgeber wird untersucht, wie Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen und ambulante Pflegedienste internationale Pflegekräfte nachhaltig integrieren können. Konkrete Konzepte für das Onboarding und Handlungsempfehlungen für akute Fragestellungen werden anhand von tatsächlichen Fällen in Gesundheitsunternehmen behandelt.

    Die hiesige Pflegeinfrastruktur ist ohne ausländische Pflegefachkräfte nicht mehr leistbar. Die soziale Integration der internationalen Arbeitsmigrant*innen ist also ein Schlüssel, um Pflege in Deutschland zu gewährleisten. Ein Blick in das vorliegende Werk zeigt mit wissenschaftlichem Blick, wie das gelingen kann.

  • Pflege, ready, go: Pflegekräfte aus dem Ausland und 3 Tipps für das Kennenlernengespräch für Arbeitgeber

    Pflege, ready, go: Pflegekräfte aus dem Ausland und 3 Tipps für das Kennenlernengespräch für Arbeitgeber

    [us_image image=“28128″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator]

    Pflegekräfte aus dem Ausland sind auf Zack: Bei uns gehen als Personaldienstleister einige Bewerbungen von internationalen Pflegekräften ein. Beim ersten Kennenlernen läuft es manchmal gut, manchmal ist es auch mühsam.  Heute nehmen wir uns dieses Thema vor und plaudern ein bisschen aus dem „Personaler-Nähkästchen“. Dabei gibt es auch einige praktische Tipps und Tricks für Arbeitgeber*innen.

    1) Langsam und deutlich sprechen

    Es klingt so einfach und geht im Eifer des Gefechts dann doch oft unter: Bitte langsam sprechen. Die meisten Pflegekräfte aus dem Ausland sind vor und während des Kennenlerngesprächs mit ihren potenziellen Arbeitgebern unfassbar aufgeregt. Immerhin handelt es sich um ein zukunftsweisendes Gespräch. Man trifft zudem (vielleicht zum ersten Mal) auf einen Deutsch-Kontakt außerhalb der bekannten Umgebung. Diese Prüfungssituation ist für die Pflegekräfte oft nervenaufreibend.

    In unseren gemeinsamen Kennenlerngesprächen mit den Arbeitgebern und Pflegekräften schlagen wir daher gerne vor, dass die Arbeitgeber und ihre Vertreter*innen sich zuerst vorstellen. Das gibt einen Rahmen und die Pflegekräfte haben einen Moment zum Durchatmen und im Gespräch anzukommen. So bekommen die Pfleger*innen auch einen Eindruck bekommen, mit wem sie es zu tun haben.

    Wichtig beim Gespräch ist, langsam und deutlich zu sprechen. Für Muttersprachler*innen kann das gedrosselte Tempo und die einfachere Sprache etwas gewöhnungsbedürftig sein. Auch gerne kurze Sätze ohne viele Nebeneinschübe sind hier sehr hilfreich. Sollten Sie noch nicht so viele Erfahrungen mit internationalem Personal haben, ist das Kennenlernen eine gute Übung für später, wenn die Pflegekraft im Haus ist und angeleitet werden muss.

    2) Verständnis zu haben, bedeutet nicht, alles durchgehen zu lassen

    Wir wiederholen uns: Nur wenn sich Pflegekräfte aus dem Ausland gut integriert und angenommen fühlen, werden sie sich langfristig und freiwillig an Ihr Gesundheitsunternehmen binden wollen. Daher sind Interesse und Verständnis für die Situation der Pfleger*innen und ihre Umstände unabdingbar. Ermutigen Sie sich auch, zum Beispiel, wenn Grammatikfehler passieren oder Vokabeln vergessen werden, es nochmal und anders zu versuchen. Das schafft Vertrauen und bietet eine erste Grundlage für eine gemeinsame Fehlerkultur.

    Viele Pflegekräfte aus dem Ausland haben den Anspruch, sich im Kennenlerngespräch perfekt und fehlerfrei zu zeigen. Das ist verständlich, möchte man sich doch bei dieser ersten Gelegenheit von der besten Seite zeigen. Manche Pfleger*innen können dabei aber über das Ziel hinausschießen. Wir haben es schon oft erlebt, dass Selbstvorstellungen und Antworten auf mögliche Fragen stark vorbereitet sind und damit auch lang und komplex werden. Sätze mit komplizierten Worten und drei Kommas kann sich leider meistens kaum jemand merken. Daher werden Antworten abgelesen oder auswendig aufgesagt.

    Haben Sie Verständnis, wieso die Pfleger*innen das tun. Versuchen Sie, die gestellten Fragen umzuformulieren oder andere Fragen zu stellen als allseits bekannte „Standard-Fragen“. Ermutigen Sie die Kandidat*innen, dass sie schon sehr gut sprechen und dass Sie sich über den gemeinsamen Austausch auf Deutsch freuen.

    Eine besondere Herausforderung kommt unserer neueren Erfahrung nach auch durch die Nutzung von Künstlicher Intelligenz. In einigen Vorstellungsgesprächen haben wir es erlebt, dass Kandidat*innen Übersetzungstools nutzen. Gesagtes kann so umgehend in die Muttersprache übersetzt und eine Antwort nahezu parallel in der Zielsprache ausgegeben werden. Oder auch das Einflüstern von Antworten durch Dritte über Knopf im Ohr sind interessante Begleiterscheinungen des technologischen Fortschritts. Je besser die technologischen Möglichkeiten werden, desto schwerer kann es sein, diese Tricks zu entdecken.

    Das Kennenlernen Online ist also auch ein Faktencheck für die Fähigkeiten des oder der Kandidat*in. Sollten sich einmal Zweifel regen, raten wir von einer direkten Konfrontation, noch dazu im Gespräch, ab. In vielen Herkunftsländern gilt eine direkte Kritik als immenser Gesichtsverlust. Daher empfehlen wir, gute Miene zum „bösen“ Spiel zu machen und die Gründe für eine mögliche Absage, Vertagung oder Wiederholung auf andere Faktoren zu legen.

    3) Schaffen Sie Vorfreude auf Ihr Unternehmen, auf Deutschland, auf Mehr

    Ein internationaler Umzug ist ein großer Schritt. Im Kennenlernen geht es daher unter anderem auch darum, der ausländischen Fachkraft Interesse und Willkommen auszusprechen. Das macht Lust und Motivation, die kommenden Monate mit Behörden im Heimatland, Ausreise und Abschied, usw. zu navigieren. Zeigen Sie also auch gerne schon Vorfreude beim ersten Online-Kennenlernen.

    Eine wichtige Regel ist: Besprechen Sie Dinge, die die Pflegekraft betreffen, gerne direkt mit der Pflegekraft. Jedes Sprechen ÜBER die Pflegekräfte aus dem Ausland in ihrer Anwesenheit ist einmal zu viel. Sie würden es bestimmt auch als unangenehm empfinden, wenn die Pflegekraft plötzlich in ihrer eigenen Muttersprache vor Ihren Augen und Ohren offensichtlich über Sie sprechen würde, oder? 😉

    Sprechen Sie also gerne MIT den Pflegekräften. Fragen Sie, wie es ihr geht, was sie macht, wie ihr Alltag aussieht und was sie beschäftigt. Themen, die wir in Deutschland als „zu persönlich“ bewerten würden, sind in anderen Kontexten gängige Small-Talk-Themen. Dazu gehören, z.B. Familie, Familienstand, Herkunft. Eine unverfängliche Plauderei zu diesen Themen (mit nicht allzu vielen Details) sorgt oft für sozialen Kitt. Für weitere Ideen zu Unterhaltungsthemen, ob im Kennenlernen oder im Berufsalltag, schauen Sie gerne auf unseren Blog.

    Und zu guter Letzt: Versuchen Sie, sich die Einstellung aus dem Kennenlerngespräch zu wahren. Auch als Arbeitgeber „bewerben“ Sie sich um die Pflegekräfte aus dem Ausland, nicht nur beim ersten Kontaktpunkt, sondern an jedem Punkt in ihrem Arbeitsalltag. Oft geht dieser Aspekt im Tohuwabohu des Alltags unter. Wenn Sie die Kultur der Wertschätzung aus dem Kennenlernen in den regulären Werktag mitnehmen können, sind Sie schon ein gutes Stück weiter, um ihre Pflegekräfte aus dem Ausland langfristig engagieren zu können.

  • 4 Veranstaltungstipps für die Pflege: Antirassismus, Kultursensibilität, Integrationsnetzwerk, Gesundheitliche Chancengleichheit

    4 Veranstaltungstipps für die Pflege: Antirassismus, Kultursensibilität, Integrationsnetzwerk, Gesundheitliche Chancengleichheit

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    Unser context YELLOWS Netzwerk möchten wir gerne auf kommende Veranstaltungstipps im Bereich Pflege hinweisen:

    Am 15. November 2024 bzw. 09. Dezember 2024 findet in Berlin von 10-14 Uhr ein Antirassismus-Training für Pflegefachpersonen statt, ausgerichtet vom DfBK. Mehr Informationen finden sich hier.

    Der zweite Hinweis widmet sich dem Thema: Kultursensibilität am Lebensende – Multireligiöse und ethische Perspektiven im Krankenhaus. Der Termin findet am 19. November 2024 (ebenfalls online) statt. Die Begleitung von Menschen mit diversen Hintergründen fokussiert sich insbesondere auf wertebasiertes Handeln. Mehr Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

    Der dritte Hinweis ist besonders für unsere Kolleg*innen im Integrationsmanagement interessant: Das Netzwerk Integrationsmanagement in der Pflege trifft sich am 25. November 2024 von 18:00-19:30 Uhr zum Online-Austausch auf Zoom. Mehr Informationen zur digitalen Abendveranstaltung finden sich hier.

    Der 3. Fachtag Interkulturelle Kompetenz – Gesundheitliche Chancengleichheit mit Schwerpunkt Frauengesundheit – global und regional findet online statt am 03. Dezember 2024 von 09:30–12:30 Uhr. Insbesondere die transkulturellen Perspektiven zu Krankheit und Gesundheit könnten für Teilnehmende spannend sein. Mehr Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung findet hier.

    Wir wünschen frohe Fortbildung!

  • Wir waren dabei: Deutscher Pflegetag 2024! Fazit: Pflegekräfte aus dem Ausland & Integration ein Muss

    Wir waren dabei: Deutscher Pflegetag 2024! Fazit: Pflegekräfte aus dem Ausland & Integration ein Muss

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    Deutscher Pflegetag 2024: Die diesjährige Ausgabe fand vom 7.-8. November in Berlin statt. Wir von context YELLOWS haben uns gefreut, Teil der 9.000 Teilnehmenden gewesen zu sein. Unsere Geschäftsführung Olivia Prauss und Recruiting Mitarbeiterin Xiyu Yang waren vor Ort.

    Besonders gefreut haben wir uns über den Programmschwerpunkt #PflegezeigtHaltung. An verschiedenen Stellen im Programm sprachen Vertreter*innen aus der Pflege, Politik und Praxis über die Notwendigkeit, sich aktiv in die Gestaltung unseres Miteinanders einzubringen. Insbesondere die Notwendigkeit, Pflegekräfte aus dem Ausland erfolgreich zu integrieren, wurde mehrfach ausdrücklich betont – wie auch von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Ohne Pflegekräfte aus dem Ausland geht es im Gesundheitswesen einfach nicht mehr.

    Im Panel zum Thema Diskriminierung und Rassismus in der Gesundheitsversorgung wurde der Nationale Diskriminierungs- und Rassismusmonitor des DeZIM e.V. vorgestellt. Darin wird deutlich, dass es eine Korrelation zwischen subjektivem Gesundheitserleben und Diskriminierungserfahrung gibt. Mit Blick auf die langfristige Bindung von Pflegekräften also ein wichtiges Thema. Die Anti-Diskriminierungsbeauftragte Ferda Attaman wies diesbezüglich auf die zahlreichen kostenfreien Angebote der Antidiskriminierungsstelle des Bundes hin. Arbeitgeber sind jedoch aufgerufen, auch innerhalb ihrer Strukturen Prozesse einzuführen, die von Diskriminierung betroffenen Mitarbeiter*innen bei Bedarf Anlaufstellen und Unterstützungsangebote zusichern.

    Im Panel zum Thema Onboarding und Integration von ausländischen Pflegekräften haben die Sprecher*innen interessante Beispiele für regionale Netzwerke vorgestellt. So greifen in manchen regionalen Netzwerken die Bereiche Arbeit, Wohnen und Soziales ineinander und bilden so ein Geflecht, das Pflegekräfte aus dem Ausland gut auffangen kann. Wohnräume werden gestellt und die Organisation von Freizeitaktivitäten unterstützt. Wie Arbeitgeber an dieser Stelle Verantwortung übernehmen, haben die vorgestellten Case-Studies illustriert.

    Überrascht hat uns, wie groß der Zuspruch für das Thema Pflegekräfte aus dem Ausland war. Es scheint sich aktuell ein Momentum gebildet zu haben, das die Chancen (und Herausforderungen) um dieses Thema anerkennt. Wir von context YELLOWS freuen uns sehr darüber, stellt es doch auch einen Beweis für die Anerkennung unserer Expertise dar.

    Schade fanden wir ein bisschen, dass Pflegekräfte aus dem Ausland in den betreffenden Panels so wenig selbst aufgetreten sind. Sie sind eine so wichtige Ressource und gleichwertiger Teil unseres Systems. Wir freuen uns schon auf die nächsten Events mit ihnen gemeinsam.

    Insgesamt lässt sich sagen: Internationale Pflegekräfte und ihre gute Integration sind eines DER Themen im Gesundheitsbereich. Viele Intitiativen gibt es schon und es werden sicherlich noch mehr folgen. Wir freuen uns auf die beruflichen Impulse, die durch den Deutschen Pflegetag 2024 entstanden sind. Vielen Dank für die Beiträge!

  • 3 Tipps für das Interview mit dem Arbeitgeber als Pflegekräfte aus dem Ausland

    3 Tipps für das Interview mit dem Arbeitgeber als Pflegekräfte aus dem Ausland

    [us_image image=“28139″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator]

    Das Kennenlernen bzw. das erste Interview mit einem potenziellen Arbeitgeber in Deutschland ist für viele Pflegekräfte aus dem Ausland ein aufregender Moment. Wir bei context YELLOWS haben schon zahlreiche Gespräche begleitet. Aus unserer Praxis teilen wir nun 3 Tipps zur Interview-Vorbereitung für Pflegekräfte aus dem Ausland. Praxistipps für das Kennenlerngespräch für Arbeitgeber finden Sie demnächst ebenfalls in unserem Blog.

    1) Es ist wichtig, sich gut vorzubereiten.

    Bewerbung verschickt, Unterlagen eingereicht, Interviewtermin vereinbart: Der nächste Schritt kann kommen. Wie bei anderen Terminen auch, ist es wichtig, sich auf das Kennenlernen mit dem Arbeitgeber gut vorzubereiten.

    Überlege Dir gerne: Was will ich, was ist mir beruflich wichtig und interessiert mich an meinem möglichen neuen Arbeitgeber? Wie sieht die Arbeit dort aus? Wo genau liegt der Arbeitgeber? Was könnte ich an dem Ort mögen, an dem ich arbeiten werde? Eine gute Informationsquelle hierfür ist z.B. Wikipedia. Mit großer Wahrscheinlichkeit findest Du dort einen passenden Eintrag zu Deinem möglichen Wohn- und Arbeitsort.

    Wichtig ist auch, sich zu überlegen: Warum arbeite ich in der Pflege? Warum will ich gerade in Deutschland in der Pflege arbeiten? Was mag ich an Deutschland? Weiß ich ungefähr, welche Unterschiede es geben wird und welche Aufgaben ich übernehmen werde? Weiß ich, was der Unterschied zwischen Behandlungs- und Grundpflege ist? Weiß ich auch, dass sehr wahrscheinlich deutlich mehr Grundpflege auf mich zukommen wird? Was habe ich in meinem Heimatland für Aufgaben übernommen? Kann ich das auch auf Deutsch ausdrücken? Welche Unterschiede könnte es im Vergleich zu Deutschland geben?

    Man muss nicht alles wissen, vieles lässt sich auch im Gespräch erfragen. Vor Allem die Abläufe sind je nach Arbeitgeber sehr unterschiedlich. Sich grundsätzlich Gedanken zur Arbeit in Deutschland zu machen und zu vergleichen, ist allerdings nicht verkehrt. Es hilft bei der Einordnung, was in der kommenden Zeit auf Dich zukommen kann.

    Wir haben es schon oft erlebt, dass Arbeitgeber diese Fragen nach Motivation und Kenntnissen stellen. Es ist daher wichtig, sich gut darauf vorzubereiten. Eventuelle Vokabel und Wörter lohnen sich, vorab nachzuschlagen und einzuüben.

    Für manche Arbeitgeber ist auch interessant, was mit Deinem Umfeld passiert, wenn Du als Pflegekraft nach Deutschland gehst. Überleg also auch gerne: Was passiert mit meiner Familie, wenn ich nach Deutschland gehe? Bleibt meine Familie im Heimatland oder sollen sie später nach Deutschland kommen?

    Das sind nur einige Einblicke in Fragen, die wir häufig im Interview erlebt haben. Daraus kann mit großer Wahrscheinlichkeit ein interessantes Kennenlerngespräch entstehen. Nur Mut!

    2) Fehler zu machen ist okay

    Viele Pflegekräfte aus dem Ausland haben den Anspruch, sich perfekt und fehlerfrei zu zeigen. Das ist verständlich, möchte man sich vor einem möglichen Arbeitgeber von der besten Seite zeigen. Ein Ergebnis ist, dass viele Pfleger*innen ihre Antworten schriftlich verfassen. Vielleicht auch Du. Das gibt Halt und Sicherheit. Aufpassen sollte man jedoch, dass die Antworten nicht abgelesen werden. Ein Kennenlerngespräch ist kein Vortrag, sondern ein Dialog. 😉

    Schreib also gerne auf, was Du sagen möchtest. Benutze das gerne als Merkzettel – das machen deutsche Muttersprachler*innen zum Teil auch. Am Ende versuche jedoch, frei zu sprechen. Auch wenn man etwas nicht sofort versteht oder einem ein Wort nicht einfällt, traue Dir und Deinen Fähigkeiten. Es ist normal, Fehler zu machen oder Vokabeln zu vergessen. Umso verständlicher ist es, wenn Fehler in einer stressigen Situation entstehen. Gemeinsam darüber sprechen zu können, ist eine gute Basis für die zukünftige Zusammenarbeit.

    3) Für Ruhe sorgen: Stabiles Internet, leise Umgebung, guter Schlaf und ein Stück Entspannung

    Nachdem es sich beim Kennenlernen mit dem Arbeitgeber (wie bei jeder Prüfungssituation) um eine Stresssituation handelt: Schaffe Ruhe, so gut es geht. Das bedeutet z.B. eine leise und ungestörte Umgebung. So kannst Du während des Gesprächs konzentriert sitzen und sprechen. Es bedeutet auch stabiles Internet. Wir haben erlebt, dass instabile Verbindungen unnötigen Stress auslösen, weil Gesagtes nicht gut übertragen wird. Das ist sehr schade und lässt sich in der Regel gut vermeiden.

    Zu guter Letzt: Versuche tief einzuatmen und so gut es geht entspannt ins Gespräch zu gehen. Ausreichender Schlaf vor dem Tag des Kennenlernens wirkt Wunder. Lerne und wiederhole gerne die schwierigen Vokabeln oder Inhalte mindestens einen Tag vorher. In letzter Minute, am selben Tag noch viel zu lernen, kann zu einem Black-Out führen. Oft ist es die Angst vor der Angst, die am Ende eine blöde Situation macht. Daher unser letzter Rat:

    Glaube an Dich. Wenn Du ein Interview mit einem möglichen Arbeitgeber hast, hast Du schon lange Deutsch und Pflege gelernt. Die Dinge werden gut, daran glauben wir fest. Und wenn es mal schwierig sein sollte, sind wir bei context YELLOWS da, so gut es geht. Also viel Glück bei der Vorbereitung und bis bald beim Kennenlernen!

  • Deutscher Pflegetag 2024: Dabei sein ist die halbe Miete!

    Deutscher Pflegetag 2024: Dabei sein ist die halbe Miete!

    [us_image image=“28161″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator]

    Der Deutsche Pflegetag findet 2024 vom 7.-8. November in Berlin statt. Wir von context YELLOWS freuen uns, Teil der bis zu 9.000 erwarteten Teilnehmenden zu sein. Unsere Geschäftsführung Olivia Prauss und Recruiting Mitarbeiterin Xiyu Yang sind vor Ort und freuen sich auf das persönliche Gespräch mit Ihnen.

    Besonders gespannt sind wir auf den Programmschwerpunkt #PflegezeigtHaltung. Dieser nimmt die Prinzipien der Gleichheit und Würde im Umfeld der beruflich Pflegenden in den Blick. Damit greift dieses Motto ein Thema auf, mit dem wir uns tagtäglich in unserer Arbeit auseinandersetzen: Die soziale Integration der Pflegekräfte aus dem Ausland, ohne die unser Gesundheitssystem in Deutschland einbrechen würde.

    Der Megatrend des demografischen Wandels beschäftigt uns am 7. und 8. November 2024 auch an anderer Stelle. Unsere Geschäftsführung Karin Kießling führt in Süddeutschland einen Auftrag im Bereich Organisationsentwicklung durch. Mit der Leitungsrunde einer unserer Kunden arbeitet Sie an der Implementierung von selbstorganisierten Teams nach dem Buurtzorg-Vorbild.

    In den Niederlanden wird dies seit Jahren erfolgreich umgesetzt und führt zu einer hohen Kund*innenzufriedenheit (8,7 von 10 Punkten im Jahr 2017), Kosteneinsparungen für das Gesundheitssystem um bis zu 40% sowie 60% geringere Mitarbeitenden-Fluktuation und eine um 33% geringere Krankenstandsrate als bei anderen Pflegediensten. Ohne Zweifel lässt sich dieses Modell nicht 1:1 auf die Sozialwirtschaft in Deutschland übertragen. Dennoch ist die spannende Frage, wie sich die dahinter liegenden Prinzipien erfolgreich auf deutsche Sozial- und Gesundheitsunternehmen übertragen lassen?

    An zahlreichen Stellen wird deutlich, dass es mit dem Status Quo nicht weitergehen kann wie bisher. Entscheidende Weichenstellungen sind nötig, um die Zukunftsfähigkeit von Organisationen zu sichern. Dafür braucht es beides: Impulse von außen durch Austausch, Vernetzung und Impulse beim Pflegetag und konkrete Arbeit an der Umsetzung von Weichenstellungen innerhalb der Organisationen.

    Wir freuen uns auf die gemeinsame Debatte und auf das gemeinsame Erarbeiten mit Ihnen – ob auf Veranstaltungen wie Deutscher Pflegetag, im Rahmen einer Zusammenarbeit, oder darüber hinaus.

  • 5 Wünsche für eine inklusive Pflege: In Würde altern, krank sein, gebären usw.!

    5 Wünsche für eine inklusive Pflege: In Würde altern, krank sein, gebären usw.!

    [us_image image=“28105″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator]

    In Würde gesundheitlich eingeschränkt sein und altern wollen wir alle. Bloß: Wie kann das angesichts der aktuellen Umstände gelingen? Niedrige Renten, teure Pflege, dazu noch Fachkräftemangel. Alt sein, krank sein, gebären – es ist auch nicht mehr das, was es nie war.

    Die Bereitstellung einer flächendeckenden, inklusiven Pflege gestaltet sich bereits heute als schwierig. Der Protest bleibt erstaunlich leise. Insbesondere Babyboomer, die diese Pflegekrise als erstes treffen würde, halten ihre Füße ziemlich still. Dabei sind die Prognosen düster: 500.000 Pflegekräfte fehlen bis 2030, manche Medien sprechen gar von 690.000.

    Ohne Pflegekräfte aus dem Ausland wäre die Pflegesituation noch katastrophaler. Seit Jahren steigt die Zahl der Pflegekräfte aus dem Ausland. Berichten zufolge handelt es sich bei mindestens jeder 6. Pflegekraft um eine Person mit Migrationshintergrund. So kann der Personalschlüssel vorerst aufgefangen werden. Zugleich kann das nicht die einzige Lösung sein, damit Menschen in Deutschland eine gute Pflege erhalten können.

    Damit sind ALLE Menschen gemeint, und wir sind sehr divers. Oft geht dieser Aspekt in der Diskussion unter. Eine gute Pflege bedeutet somit auch eine inklusive Pflege.

    Nur wenn Pflege genug Ressourcen hat, kann sie für Menschen zugänglich und würdevoll sein. Um das zu gewährleisten, wünschen wir uns fünf Dinge.

    Kultursensible Pflege

    Deutschland ist ein Einwanderungsland. Die Menschen, die hier leben, krank werden, altern, gebären, Pflege brauchen, kommen von überall her. Es gibt einige Studien, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen Schmerz und Leid auf unterschiedliche Art und Weise (er)leben. Kulturelle Sensibilität ist daher ein Muss, um die Diversität in der Gesellschaft auch in der Pflege abzubilden.

    Interkulturelle Pflege

    Die Verständigung zwischen den Kulturen muss sich sowohl bei Pflege- und Arztpersonal, als auch bei den zu Pflegenden abbilden. In Würde zu altern, muss für alle Akteure einer Gesellschaft möglich sein. Entsprechende Ausbildungs-, Behandlungs- oder Weiterbildungsangebote und zum Teil Häuser existieren bereits. Das sollte ausgebaut und die Kompetenzen mehr in den Berufsalltag der Pfleger*innen integriert werden.

    Intersektionale Praxis in der Pflege

    Wir begrüßen Initiativen wie Queer Pflege, herkunftsspezifische Pflege wie Hero Berlin oder Pflegedienste für Personen mit intersektionaler Diskriminierungserfahrung. Allzu oft werden diese Bedürfnisse von privatrechtlichen Initiativen aufgefangen. Wir wünschen uns mehr davon in unseren öffentlichen Krankenhäusern, Einrichtungen und Pflegeheimen.

    Erschwingliche Pflege

    Pflege muss bezahlbar sein. Wie das geht, steht noch in den Sternen. Privatwirtschaftliche Lösungen können keine inklusiven und nachhaltigen Lösungen sein. Es braucht mehr Unterstützung durch die öffentliche Hand, so dass Pflege für so viele Menschen wie möglich erschwinglich werden kann.

    Mehr Respekt für Pflegende

    Pflege ist ein gesamtgesellschaftliches Unterfangen und braucht vielseitige Unterstützung. Politische Maßnahmen wie die Vereinfachung bürokratischer Prozesse, die Umstellung zur Generalistik oder die Einführung des Pflegefachassistenzeinführungsgesetz sind ein Teil. Ein weiterer Baustein ist die Anerkennung für den Pflegeberuf an sich, z.B. in Form von Vergütung, fairem Umgang und Respekt. Im Fall von ausländischen Pflegekräften beinhaltet das die Vereinfachung der Anerkennung deren ausländischer Ausbildungsabschlüsse. Hallo Bürokratie!

    Der wichtigste Aspekt muss von uns allen als Teil dieser Gesellschaft geleistet werden: Ein wertschätzender Umgang mit diesem Beruf. Noch einmal mehr gilt hier der Aufruf, dass die Bedingungen für Pfleger*innen weiter verbessert werden.

    Sofern wir und unser Umfeld gesund sind, erleben wir viel zu selten bewusst „die Pflege“ im Alltag. Dabei beeinflusst sie unser Leben mehr, als wir denken. Die Kollegin, die sich voll auf das neue Projekt mit Ihnen konzentrieren kann, weil ihre Partnerin gut im Krankenhaus versorgt wird. Die Mutter des besten Freundes Ihrer Tochter, die wohlbehalten durch ihre zweite Schwangerschaft begleitet wurde. Der Großvater Ihrer Cousine, der nur gebrochen Deutsch spricht und dem es im Pflegeheim gut geht.

    Die Potenziale inklusiver Pflege sind massiv. Auch wenn es sich nur um einen Baustein in der aktuellen Pflegedebatte handelt, ist es einer, der die breite Gesellschaft umfasst. Denn eine Person, die nicht der Norm entspricht, kennen wir alle. Auch dieser Mensch hat gute Pflege verdient. Lassen Sie uns das im Blick haben, so dass alle Menschen dieser Gesellschaft eine würdevolle Pflege in Anspruch nehmen können.

  • Integration konkret: 6 Tipps für das Onboarding

    Integration konkret: 6 Tipps für das Onboarding

    [us_image image=“28276″ align=“center“ size=“full“ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator][us_iconbox img=“26588″ link=“%7B%22url%22%3A%22http%3A%2F%2Fkuniro.ai%2Fwp-content%2Fuploads%2F2024%2F10%2FCK4124_ges_OP_Onboarding.pdf%22%2C%22target%22%3A%22_blank%22%2C%22rel%22%3A%22nofollow%22%2C%22title%22%3A%22Digitales%20Lernen%20in%20der%20Pflege%3A%20Chancen%20und%20Potenziale%22%7D“ title=“Pflegekräfte aus dem Ausland: 6 Onboarding-Tricks und Tipps von Olivia Prauss“ size=“4rem“ iconpos=“left“ alignment=“left“]Für Pflegekräfte aus dem Ausland ist der strukturierte Start beim neuen Arbeitgeber ein zentraler Baustein für die Integration nach Deutschland. Lesen Sie hier unseren Fachartikel von Olivia Prauss in der CAREkonkret. Darin finden Sie nützliche Hinweise für die ersten Tage nach Ankunft ihres neuen Personals.

    Sprechen Sie uns gerne an für weitere Beratung zu diesem Thema. Wir freuen uns auf Sie![/us_iconbox]

  • Wie Gesundheitsunternehmen ganzheitlich gegen den Pflegenotstand vorgehen

    Wie Gesundheitsunternehmen ganzheitlich gegen den Pflegenotstand vorgehen

    [us_image image=“28080″ align=“center“ style=“shadow-1″ link=“%7B%22url%22%3A%22%22%7D“][us_separator]

    Genauso wie der Pflegenotstand viele verschiedene Ursachen hat, müssen Gesundheitsunternehmen an vielen verschiedenen Stellen ansetzen, um ihm zu begegnen. Die Lösung lautet: Organisationsentwicklung. Und zwar nicht als Einjahresprojekt, sondern als kontinuierlicher Prozess. Sinnvoll auf die Zukunft ausgerichtete Maßnahmen, vielleicht beraten und begleitet von externen Expert*innen, setzen eine Aufwärtsspirale in Gang, die schon bald von ganz allein Fahrt aufnehmen wird.

    Es ist das Schreckensszenario aller Geschäftsführungen: Man setzt ein Modernisierungsprojekt auf, sagen wir, den Aufbau einer Recruitingabteilung, und ist zuversichtlich, die Pflegeeinrichtung oder das Krankenhaus damit nun für die Zukunft stabilisiert und gut ausgerichtet zu haben. Doch dann ergibt sich aus diesem Projekt ein Folgeprojekt nach dem anderen. Noch mehr Budget, noch mehr personelle Kapazitäten werden benötigt. Nachdem das Karriereportal modern und suchmaschinenoptimiert gestaltet wurde, fällt auf, dass die Corporate Website ebenfalls dringend einer Überarbeitung bedarf. Nachdem das Recruiting besser läuft, wird klar, dass es beim Onboarding noch Nachholbedarf gibt. Nachdem die behäbige Dienstplan-Software gegen eine innovative Dienstplan-App ausgetauscht wurde, stellt sich heraus, dass das Personalmanagementsystem damit nicht mehr kompatibel ist. Und so weiter.

    Um jetzt nicht zu verzagen, braucht es das richtige Mindset: Das ursprüngliche Modernisierungsprojekt war nicht das falsche und es ist auch nicht gescheitert. Es hat eine Entwicklung in Gang gesetzt, die völlig normal ist. Ein wichtiges Thema nach dem anderen schiebt sich nun auf die Agenda: die hohe Arbeitsbelastung, das fehlende Personal, die hohe Fluktuation, der massive Digitalisierungsschub, neue Gesetzesanforderungen. Doch darin liegt nicht das Problem, sondern die Lösung. Ist es nicht gerade zu großartig, dass sich die nächsten Zukunfts- und Organisationsentwicklungsschritte wie von selbst ergeben?

    Im Idealfall greifen die Projekte wie Zahnräder ineinander und beflügeln sich gegenseitig. Auch wenn es anfangs mühsam ist und die Erfolge eine Zeit brauchen, um sich zu entfalten: Je mehr Projekte und Maßnahmen an den Start gehen, desto mehr Fahrt nimmt die Zukunftsausrichtung des Gesundheitsunternehmens auf. Manchmal braucht es dazu externe Expert*innen wie uns von context YELLOWS, die den Überblick behalten und dafür sorgen, dass die Motivation nicht einschläft.

    Hier einmal ein konkretes Szenario, wie wir es schon mehrfach in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern begleitet haben. Den Ausgangspunkt bildet zum Beispiel die Herausforderung „Wissenstransfer“. Immer mehr Pflichtfortbildungen, immer mehr ausländische Pflegekräfte, die auf die Kenntnisprüfung vorbereitet werden müssen, zu wenig Personal, um die Mitarbeitenden dafür aus dem Stationsalltag herauszunehmen: eine eLearning-Plattform wird eingerichtet. Jede*r kann notwendige und/oder hilfreiche Kurse nun jederzeit online besuchen. Reisezeiten fallen weg, Kosten für Dozent*innen ebenso. Nachdem diese niedrigschwellig konzipierte Lösung auch bei digital anfangs weniger affinen Mitarbeitenden gut ankommt, sind sie schon viel offener für weitere anstehende Digitalisierungsprojekte im Bereich Dokumentation, die nun leichter von der Hand gehen. Für die Zielgruppe Pflegekräfte aus dem Ausland gibt es jetzt strukturierte, digital unterstützte Anwerbungs- und Integrationsprozesse, die den Erfolg der Bemühungen in dieser Richtung viel wahrscheinlicher machen.

    Um den Schwung aufrecht zu erhalten, veranstaltet das Unternehmen mit unserer Hilfe ein Barcamp – eine moderne Veranstaltungsform, die ganz viel Innovationskraft freisetzt und die Mitarbeitenden in die Zukunftsstrategie einbindet. Selbstwirksamkeit ist ein sehr guter Katalysator für Organisationsentwicklung. Über das Barcamp lässt sich im Karriereblog oder in den Social-Media-Kanälen des Unternehmens wunderbar berichten. Dadurch steigt die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber, worüber sich die Recruitingabteilung freut. Denn nun kann sie mit spannendem Content Personalmarketing betreiben. Ganz nebenbei hat das Event auch einen Teambuilding-Effekt, der die Fluktuation senkt. Für das nächste Trendthema, mit dem sich die Pflegeeinrichtung oder das Krankenhaus auseinandersetzen muss – sei es Künstliche Intelligenz oder das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz – gibt es nun schon eingeübte Formate und Werkzeuge, mit denen Lösungen erarbeitet werden können.

    Dies ist nur ein beispielhafter, ganzheitlicher Weg von vielen, den Gesundheitsunternehmen mit unserer Hilfe gegangen sind, um auch in Zeiten, in denen Stationen geschlossen werden müssen, Pflegekräfte ins Leasing abwandern und die Finanzierung wegbricht, die Vorwärtsorientierung nicht zu verlieren. Wie sieht Ihr Weg aus?

    Text: context YELLOWS / Maja Schäfer